Planungen sind kritisch zu beurteilen …

Künftige finanzielle Überschüsse sind unter Einbeziehung der Daten der näheren Vergangenheit und der aktuellen Situation des Unternehmens zum Bewertungsstichtag zu planen. Zu berücksichtigen sind natürlich vor allem die absehbaren Entwicklungen soweit diese bereits einigermaßen konkretisierbar sind. Die Planungen sind von dem zu bewertenden Unternehmen vorzunehmen und durch den Gutachter auf Plausibilität zu beurteilen. Die Beurteilung der Plausibilität der Planungsrechnungen gehört zu den wichtigsten und gleichzeitig heikelsten Schritten einer Unternehmensbewertung.

Planungen dürfen nicht unkritisch übernommen werden.

Gutachter setzen sich gelegentlich sehr ausführlich mit den Parametern der gewählten. Bewertungsmethode – etwa der Wahl des Kapitalisierungszinssatzes und der entsprechenden Zu- und Abschläge – auseinander, jedoch die vorgelegten Planungen mehr oder minder unreflektiert übernehmen. Ein solches Vorgehen ist keinesfalls sachgerecht und bei Unternehmen, die sich in einer Phase starken Wachstumsphase befinden, mitunter geradezu fatal. Die Beurteilung der Plausibilität der Planungsrechnungen ist für das Ergebnis einer Bewertung von elementarer Bedeutung. Unternehmer oder Manager, die Planungsrechnungen aufstellen, neigen oft zu allzu großem Optimismus und legen einem Gutachter Planungsrechnungen vor, die einer kritischen Beurteilung nicht standhalten. Obwohl für Planungsrechnungen der Vorsichtsgrundsatz nicht gilt, darf der Boden der Realität auch bei Planungsrechnungen nicht verlassen darf. Für das Ergebnis der Bewertung macht es aber einen enormen Unterschied, ob von Umsatzsteigerungen von fünf Prozent oder – wie dies Wachstumsunternehmen gerne tun – von fünfzig Prozent pro Jahr ausgegangen wird. Es versteht sich von selbst, dass auch die Aufwandsplanungen zu den Erlös- bzw. Umsatzplanungen passen müssen.

Plausibilität der Planung ist zu beurteilen.

Der Beurteilung der Plausibilität muss breiter Raum gewidmet werden. Dabei müssen die finanziellen Ergebnisse der näheren Vergangenheit, die aktuelle Situation des Unternehmens sowie die erwartete Entwicklung des Leistungspotentials und der Finanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens beurteilt werden – all dies ist vor dem Hintergrund der Entwicklung des Marktes und der Branche zu betrachten. Selbst wenn der Markt eine sehr bedeutende Umsatzsteigerung zulässt, ist damit noch lange nicht sichergestellt, dass ein Unternehmen die vom Markt her möglichen Ausweitungen der Geschäftstätigkeit auch tatsächlich erreichen kann, selbst wenn es über eine hervorragende und vom Markt akzeptierte Technologie oder über eineinwandfreie Produkt- oder Dienstleistungsqualität verfügt. Umsatzsteigerungen hängen sehr erheblich davon ab, dass ein Unternehmen auch über die notwendigen Ressourcen verfügt um eine starke Expansion auch tatsächlich zu bewältigen. Dazu zählen die notwendigen Finanzmittel inklusive ausreichender Reserven, Verfügbarkeit zusätzlicher qualifizierter Mitarbeiter, Zugang zu den benötigten Rohstoffen in ausreichender Menge und zur richtigen Zeit etc. Die Herausforderungen, die das tägliche Leben an den Unternehmer oder Manager eines Wachstumsunternehmen stellt, werden oft stark unterschätzt, was zu Fehleinschätzungen bei der Erstellung von Planungsrechnungen führt. Gutachter dürfen daher die Ihnen vorgelegten Planungsrechnungen keinesfalls ungeprüft übernehmen und ihrem Gutachten zu Grunde legen.

Autor: Dr. Werner Albeseder, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberater, Wien.

Künftige finanzielle Überschüsse sind unter Einbeziehung der Daten der näheren Vergangenheit und der aktuellen Situation des Unternehmens zum Bewertungsstichtag zu planen. Zu berücksichtigen sind natürlich vor allem die absehbaren Entwicklungen soweit diese bereits einigermaßen konkretisierbar sind. Die Planungen sind von dem zu bewertenden Unternehmen vorzunehmen und durch den Gutachter auf Plausibilität zu beurteilen. Die Beurteilung der Plausibilität der Planungsrechnungen gehört zu den wichtigsten und gleichzeitig heikelsten Schritten einer Unternehmensbewertung.

Planungen dürfen nicht unkritisch übernommen werden.

Gutachter setzen sich gelegentlich sehr ausführlich mit den Parametern der gewählten. Bewertungsmethode – etwa der Wahl des Kapitalisierungszinssatzes und der entsprechenden Zu- und Abschläge – auseinander, jedoch die vorgelegten Planungen mehr oder minder unreflektiert übernehmen. Ein solches Vorgehen ist keinesfalls sachgerecht und bei Unternehmen, die sich in einer Phase starken Wachstumsphase befinden, mitunter geradezu fatal. Die Beurteilung der Plausibilität der Planungsrechnungen ist für das Ergebnis einer Bewertung von elementarer Bedeutung. Unternehmer oder Manager, die Planungsrechnungen aufstellen, neigen oft zu allzu großem Optimismus und legen einem Gutachter Planungsrechnungen vor, die einer kritischen Beurteilung nicht standhalten. Obwohl für Planungsrechnungen der Vorsichtsgrundsatz nicht gilt, darf der Boden der Realität auch bei Planungsrechnungen nicht verlassen darf. Für das Ergebnis der Bewertung macht es aber einen enormen Unterschied, ob von Umsatzsteigerungen von fünf Prozent oder – wie dies Wachstumsunternehmen gerne tun – von fünfzig Prozent pro Jahr ausgegangen wird. Es versteht sich von selbst, dass auch die Aufwandsplanungen zu den Erlös- bzw. Umsatzplanungen passen müssen.

Plausibilität der Planung ist zu beurteilen.

Der Beurteilung der Plausibilität muss breiter Raum gewidmet werden. Dabei müssen die finanziellen Ergebnisse der näheren Vergangenheit, die aktuelle Situation des Unternehmens sowie die erwartete Entwicklung des Leistungspotentials und der Finanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens beurteilt werden – all dies ist vor dem Hintergrund der Entwicklung des Marktes und der Branche zu betrachten. Selbst wenn der Markt eine sehr bedeutende Umsatzsteigerung zulässt, ist damit noch lange nicht sichergestellt, dass ein Unternehmen die vom Markt her möglichen Ausweitungen der Geschäftstätigkeit auch tatsächlich erreichen kann, selbst wenn es über eine hervorragende und vom Markt akzeptierte Technologie oder über eineinwandfreie Produkt- oder Dienstleistungsqualität verfügt. Umsatzsteigerungen hängen sehr erheblich davon ab, dass ein Unternehmen auch über die notwendigen Ressourcen verfügt um eine starke Expansion auch tatsächlich zu bewältigen. Dazu zählen die notwendigen Finanzmittel inklusive ausreichender Reserven, Verfügbarkeit zusätzlicher qualifizierter Mitarbeiter, Zugang zu den benötigten Rohstoffen in ausreichender Menge und zur richtigen Zeit etc. Die Herausforderungen, die das tägliche Leben an den Unternehmer oder Manager eines Wachstumsunternehmen stellt, werden oft stark unterschätzt, was zu Fehleinschätzungen bei der Erstellung von Planungsrechnungen führt. Gutachter dürfen daher die Ihnen vorgelegten Planungsrechnungen keinesfalls ungeprüft übernehmen und ihrem Gutachten zu Grunde legen.

Autor: Dr. Werner Albeseder, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Unternehmensberater, Wien.

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