Private Equity verschafft Wettbewerbsvorteile

Private Equity-Investitionen in Innovationen sind bis zu neunmal effektiver als andere Finanzierungsmöglichkeiten. Zu diesem Ergebnis gelangen jetzt veröffentlichte Forschungsergebnisse von Frontier Economics, die das Forschungsinstitut im Auftrag der European Private Equity and Venture Capital  Association (EVCA) ermittelt hat. 

 

 

Die Studie hebt den positiven Einfluss hervor, den Private Equity auf einige der wichtigsten Wettbewerbs- und Wachstumsfaktoren der europäischen Wirtschaft hat. Private Equity bewirkt demnach den Anstieg ausländischer Investitionen, ein Wachstum im Bereich Innovation, eine Verbesserung  der Produktivität, holt Finanzmittel nach Europa und versorgt Unternehmen so mit dringend benötigtem Beteiligungskapital

 

In den zwölf größten europäischen Private Equity-Märkten wurden zwischen 2007  und 2012 fast 250 Mrd. € an Private Equity in über 19.400 Unternehmen investiert. Davon kamen ca. 50 Mrd. € aus Ländern außerhalb Europas Zudem werden mit Hilfe von Beteiligungskapital Unternehmen aufgebaut, die innovativer sind als jene, die nicht durch Private Equity finanziert werden, so die Untersuchung.

 

Zwischen 2006 und 2011 wurden Private Equity-finanzierten Unternehmen Patente im Wert von bis zu 350 Mrd. € erteilt. Durch die Beteiligung von Private Equity steigt die Anzahl der Patente um 25%. Da eine höhere Anzahl an Patenten einem größeren wirtschaftlichen Wert entspricht, legt dies nahe, dass Private Equity Ressourcen effektiver einsetzt, um eine höhere Investmentrendite zu erzielen. Private Equity-Finanzierung vermögen außerdem, die Produktivität (gemessen an der Kennzahl EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) pro Mitarbeiter) in großen PE-finanzierten Unternehmen über einen Zeitraum von sechs Jahren um 6,9% zu steigern. In Europa trägt Private Equity jährlich zur Gründung von bis zu 5.600 neuen Unternehmen bei.

 

Jedes Jahr stehen Venture-Capital-Investitionen in direktem Zusammenhang mit der Gründung von 2.800 neuen Unter-nehmen in ganz Europa. Zusätzlich gibt ein „Spillover“-Effekt – angetrieben durch den Austausch von Fachwissen, Networking und inspirierende Vorbilder – potenziellen Unter-nehmen den Anstoß dazu, jährlich ungefähr weitere 2.800 Unternehmen zu gründen. Beteiligungskapital-finanzierte Unternehmen legen einen deutlicheren Schwerpunkt auf Internationalisierung. Vereinzelt gibt es Anhaltspunkte dafür, dass Private Equity möglicherweise eine große Rolle bei der Unterstützung von Unternehmen in ihren Anstrengungen zur Internationalisierung spielt. Dies geschieht dadurch, dass den Portfoliounternehmen strategische und operative Orientierungshilfe bei der Erschließung ausländischer Märkte gegeben wird und sie zudem direkt finanziert werden.

 

Auch wird mit Beteiligungskapital ein breites Spektrum an Unternehmen finanziert, von denen 83% kleine und mittelständische Unternehmen sind – die Motoren wirtschaftlichen Wachstums. Drei der fünf Sektoren, die am meisten von Private Equity-Investitionen profitieren – Industrie- und Gewerbeprodukte, Biowissenschaften und Kommunikation – sind kapitalintensiv und erhalten typischerweise beträchtliche Investitionen in Form von physischem Kapital; darunter Infrastruktur, Maschinen, Gebäude und Computer. Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

Pressemitteilung BVK vom 29.05.2013

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